• Günstige Laktase-Tabletten sind manchmal teuer

    Laktoseintolerante zahlen oft mehrAls Laktoseintoleranter ist man manchmal etwas eingekeilt – zwischen teuren laktosefreien Produkten oder milchlosen Ersatzprodukten und teuren Laktase-Tabletten. Das schlägt gern tiefe Löcher in das eigene Konto, denn im Durchschnitt bezahlen Laktoseintolerante gut 30% mehr für Lebensmittel, die – ob zu Recht oder nicht – sonst sehr günstig zu haben sind.

    Und gerade wer bei Milch und Milchprodukten regionale Anbieter oder Bioprodukte sucht, sucht oft vergebens. Zu klein ist die Zahl der Käufer für den Bauern aus der Region.

    Laktase-Tabletten geben uns hier ein Stück Handlungsspielraum zurück: Wenn ihr es nicht laktosefrei macht, mache ich das eben selbst!
    Doch diese neue Freiheit kommt mit einem nicht allzu günstigen Preisschild, denn Laktase- Tabletten können im Jahr durchaus 100 – 200 Euro in kleinen, vielleicht kaum merklichen Packungen auffressen.

    Du suchst nach Laktase? Mit diesen 4 Hinweisen findest du die Richtige! (Zum Artikel)

    Oft wird uns Betroffenen kaum bewusst, wie viel wir dafür ausgeben – die kleinen Packungsgrößen kommen mit einem unschuldigen Preis. Eine Großpackung mit unserem Jahresbedarf (wie wir sie auch anbieten) schockiert dagegen zunächst, bis man feststellt, dass die günstigen Laktase-Tabletten aus der Drogerie vielleicht am Ende doch nicht so günstig sind.

    In diesem Artikel wollen wir dir helfen, günstige Laktase-Tabletten zu erkennen und herauszufinden, ob günstig auch wirklich gut für dich ist. Denn manche Laktase-Tabletten sehen zunächst bezahlbar aus.

    Doch sind sie es noch, wenn man sie wirklich auf den Wirkstoff hin vergleicht? Und wurden sie so hergestellt, dass du auch etwas von diesem Wirkstoff hast, ohne dass er einfach in die Toilette wandert? Wurden sie auch so gelagert, dass der Wirkstoff überhaupt bei dir ankommt?

    Was heißt „günstig“ bei Laktase-Tabletten wirklich?

    Bei Laktase entscheidet für dich zunächst nur eins: Wieviel Laktose kann ich damit verdauuen?

    Laktase-Tabletten werden mittlerweile im Internet, in Drogerien und Apotheken angeboten. Du findest eine unglaubliche Vielfalt an Konzentrationen und Stückzahlen pro Packung. Hier gilt es aufzupassen, denn nicht jede Laktase-Tablette mit hoher Dosierung und jede Packung mit hoher Stückzahl zu niedrigem Preis ist wirklich günstig.

    Stückzahlen und Grundpreisangaben (die leider verpflichtend sind) helfen dir hier nicht weiter.

    Das zentrale Kriterium ist die „Aktivität“ in FCC

    Sie gibt bildlich gesprochen an, wie schnell die Schere Laktase den Milchzucker zerschneiden kann. Schneidet sie mit der Ruhe eines Bastelnachmittags oder eher mit dem Volldampf eines Schneiders, der in zwei Stunden ein Kleid fertig haben muss? Du findest diese Angaben auf jeder seriösen Packung.

    Manchmal geben Hersteller stattdessen – besonders im Internet – nur Gewichtangaben an und schreiben, wie viele Milligramm Laktase sie in ihre Laktase-Tablette gegeben haben. Oft sind diese Angebote sehr günstig, doch der Eindruck täuscht: Jeder Hersteller kann viel Laktase in seine Tablette geben, indem er einfach eine niedrigere Qualität verwendet, die deutlich günstiger ist.

    Je unreiner die Laktase ist, desto mehr Gewicht hat sie durch ihre Verunreinigungen durch andere Eiweiße – und desto billiger ist sie im Einkauf für den Hersteller. Findest du also Laktase-Tabletten, die dir günstig und wie ein Schnäppchen vorkommen, ohne dass FCC-Einheiten ausgewiesen werden: Finger weg! Die Chancen sind sehr hoch, dass die toll wirkende Menge von 00 mg Laktase am Ende nicht mehr oder sogar weniger enthält als 50 mg bei seriösen Herstellern. Entscheidend ist nicht das Gewicht, sondern die Stärke.

    Doch hier lauert der zweite Fallstrick auf der Suche nach den besten Laktase-Tabletten für deinen Geldbeutel:

    Ob Laktase Tabletten günstig sind, muss eine Rechnung zeigen

    Stückzahl, Aktivität und Preis machen dir das Leben schwer.

    Ob Len günstig sind, muss eine Rechnung zeigen

    Ein Beispiel:

    Du hast eine Packung mit 60 Tabletten zu 5000 FCC für 5 Euro und eine Packung mit 30 Tabletten zu 12000 FCC für 5,5 Euro – welche ist deine günstige Laktase-Tablette und welche die teure?

    Die Mathematiker unter uns (ich gehöre leider nicht dazu) tüfteln vielleicht gerade daran, wie sie es ausrechnen können. Für uns andere hier die Lösung. Wir rechnen den Preis in Cent pro 1000 FCC als Vergleich aus:

    (1) Nimm die Zahl der Laktase-Tabletten mal die Aktivität in FCC
    (2) Teile das Ergebniss von (1) durch 1000
    (3) Teile den Preis durch das Ergebnis von (2)

    Für unsere Beispiele sieht das so aus:

    (1) 60 Laktase-Tabletten x 5000 FCC = 300 000 FCC pro Packung Tabletten
    (2) 300 000/ 1000 = pro Packung sind 300 mal 1000 FCC enthalten
    (3) Die Packung kostet 5 Euro, 5 Euro / 300 = 0,016

    Pro 1000 FCC als Vergleichswert musst du also bei der ersten Packung 0,016 Cent bezahlen.

    (1) 30 Laktase-Tabletten x 12 000 FCC = 360 000 FCC pro Packung Tabletten
    (2) 360 000/ 1000 = pro Packung sind 360 mal 1000 FCC enthalten
    (3) Die Packung kostet 5,50 Euro, 5,50 Euro / 360 = 0,015

    Pro 1000 FCC als Vergleich musst du bei der zweiten Packung 0,015 Cent bezahlen.

    Hättest du die Günstige unter den beiden Laktase-Tabletten gefunden? Das Beispiel zeigt, wie kniffelig es manchmal ist, allein anhand von Stückzahl und Preis zwei Tabletten auseinanderzuhalten, gerade wenn die Preise so nahe beieinander liegen. Es hilft, wenn du hier den Preis pro 1000 FCC ausrechnest und beide Packungen vergleichst.

    Aber! Ist die günstige Laktase-Tablette für dich auch wirklich günstig?

    Dieser so einsichtige mathematische Weg wird immer wieder und mit gutem Gewissen empfohlen, um Laktase-Tabletten, -Kapseln oder -Pulver miteinander zu vergleichen. Doch manchmal hilft Mathematik nicht weiter. Die Rechnung hinkt an ein paar Stellen. Das macht sie nicht weniger hilfreich, aber unvollständig.

    Eine günstige Laktase-Tablette gibt dir nur soviel wie du auch brauchst.

    Früher wurden 1000 FCC auf 100ml/100g reines Milchprodukt empfohlen, um symptomfrei zu sein – viele wissen noch, wie „zuverlässig“ dieser Rat war, oft endete er sehr zuverlässig auf der Toilette für einige Stunden mit einem dicken Buch als Entschädigung und langer Wartezeit, bis es vorbei war. Heute empfiehlt man zwischen 3500 und 5000 FCC für dieselbe Menge Milch, wobei 5000 FCC schon viele kleine und große Schwierigkeiten bei der Laktaseeinnahme einbeziehen.

    Stell dir vor: Du hast dich für die günstigen Laktase-Tabletten mit 15 000 FCC entschieden – eine Tablette reicht und du hast ausgerechnet, dass sie sogar so günstig sind wie eine andere Packung mit 5000 FCC pro Tablette. Du hast gelesen, dass zu viel Laktase kein Problem ist und viel hilft ja vielleicht doch viel. Vielleicht ist es morgens 6 Uhr, der Sonnenaufgang lässt noch etwas auf sich warten und du hast dir einen guten Kaffee gekocht – am liebsten trinkst du ihn mit einem großen Schluck Biomilch. Das machst du jeden Tag – kleine Rituale im Leben sind wichtig.

    Dein Milchkaffee enthält jedoch vermutlich kaum mehr als 100 ml Milch pro Tag – dafür nimmst du 15 000 FCC, die dich 30 Cent kosten. Für die gleiche Menge Milch könntest jeden Tag mit dem 5000er Präparat nur 10 Cent ausgeben. Oder anders: Auch wenn das 15 000 FCC-Präparat dir eine hohe Sicherheit bei günstigem Preis pro Laktase-Tablette verspricht, ist es für dich dreimal teurer pro Tag.
    Während bis noch vor ein paar Jahren die Dosierung mit 1000 FCC als viel zu niedrig angegeben wurde, ist das Pendel heute in die andere Ecke geschwungen.

    Dir wird suggeriert, dass du unglaubliche FCC-Mengen brauchst und unsere Berechnung oben zeigt sogar: Je mehr FCC in der Packung sind, desto preiswerter ist die Tablette pro 1000 FCC gerechnet (zumindest bei den Produkten im Einzelhandel). Je mehr Laktase die Hersteller in eine Tablette packen können, desto günstiger ist die Produktion für sie. Dir wird vielleicht suggeriert, höhere Dosierungen seien sicherer, sinnvoller und auch unschädlich – aber sie sind eben nicht immer günstiger, zum Beispiel wenn du deinen Milchkaffee jeden Morgen trinkst und statt 36,50 Euro pro Jahr für Laktase einfach 110 Euro ausgibst. 360 Tage lang macht es einen Unterschied, ob du 10 Cent oder 30 Cent täglich ausgibst.

    Es kommt also sehr auf deinen Alltag an, ob sich hochdosierte Laktase-Tabletten für dich lohnen.

    Bist du ein absoluter Gelegenheitsnutzer und brauchst 30 Tabletten im Jahr, musst du dir wohl tatsächlich keine Sorgen machen. Nimm hochdosierte Tabletten, wenn es denn doch mal ein Stück Geburtstagstorte gibt. Kochst du dagegen wie ich jeden Morgen deinen Kaffee, brauchst dazu deine Milch, um den Tag gut zu starten, oder isst du oft außerhalb (z.B. in der Kantine jeden Tag), macht es absolut Sinn, sich mit der richtigen Dosierung von Laktase-Tabletten zu beschäftigen. Du sparst bares Geld – denk nur daran, wie viel guten Kaffee du für 60 ersparte Euro kaufen kannst!
    Du „gönnst“ dir auch mit unnötig hohen Dosierungen nichts: Wie auch viele Vitamine in Hochdosis, landet die Laktase irgendwann nutzlos als Harnstoff in der Toilette. 20 Cent – verpullert.

    Unnötig viele Laktase FCC sind teuerZu hochdosierte Laktase Tabletten sind nicht mehr günstig

    Als Faustregel gilt also: Wenn du die Wahl hast zwischen zwei günstigen Laktasetabletten und eine der beiden ist hochdosiert mit 15000 und mehr FCC-Einheiten, überlege dir, wie oft du 300 ml Milch trinkst. Für jede kleinere Menge legst du bei den hochdosierten Tabletten drauf. Kostet eine niedrig dosierte Tablette pro 1000 FCC soviel wie eine hochdosierte, macht es Sinn, der niedrigeren eine Chance zu geben. Sie erlaubt dir, flexibler zu dosieren und eben dann 15000 FCC einzunehmen, wenn du sie wirklich, wirklich brauchst. So werden Laktasetabletten für dich auch im alltäglichen Leben günstige Helfer.

    Die Grauzonen – was dir meist nicht gesagt wird

    Ein Hinweis: Wir machen Laktasepräparate erst seit 2010 vom Laktasepulver aus selbst (vorher gab es nur das Pulver) und wir wollen stolz auf unsere Arbeit sein. Würden Besteller uns schreiben, dass es Ihnen nicht gut geht, würde uns das die Freude an der Sache nehmen. Deshalb übertreiben wir es manchmal gern – aber gerade günstige Laktase- Tabletten von Discountmarken oder aus dem Internet sind manchmal auch ein Produkt von Untertreibung. Man nimmt es einfach nicht so ernst, wie man sollte, wenn es darum geht, ob wir Betroffene den Tag mit Freunden in der Sonne oder allein auf der Toilette verbringen. Laktase ist kein Vitamin C oder Vitamin B, sie ist ein ziemlich zarter Wirkstoff, der gesondert behandelt werden sollte – oder es geht schief.

    Wir sind sicher, dass viele alte Hersteller von Laktasepräparaten hier sehr viel Obacht geben, so viel, dass einer davon sich sogar dem „Mini-Laktase-Tabletten“-Trend ganz verweigert, auch wenn er deutlich mehr verkaufen könnte. Ob aber die günstigen Marken, die bei Lohnherstellern im Ausland und inland über die Tablettenpresse laufen, auch darauf achten, wissen wir nicht – aber es gibt Hinweise, die dir helfen können, günstige Laktasetabletten noch einmal kritisch zu prüfen, bevor du sie in den Einkaufskorb legst.

    Löst sich deine Laktase-Tablette?

    Laktase wirkt im Magen. Sie braucht den Speisebrei und die Magensäure – und sie muss frei sein, um arbeiten zu können. Auch wir haben eine Zeit lang Laktase-Tabletten hergestellt und damit aus gutem Grund wieder aufgehört. Denn jede Tablette muss das Laktaseenzym erst freisetzen, dazu muss sie brüchig werden und zerfallen. Für unterwegs muss sie dagegen so hart wie möglich sein.
    Laktase-Tabletten brauchen Zeit um sich zu lösen.

    Laktase Tabletten müssen sich lösenTechnisch geht das eine zulasten des anderen. Entweder wird die Tablette fest verpresst und mit Zusätzen versehen, um hart zu werden, oder aber mit wenig Druck, dann ist sie aber sehr empfindlich. Viele Hersteller lösen das, indem sie Polyvinylpyrrolidon oder modifizierte Stärke hinzufügen. Die Tablette wird dann hart verpresst (ein Problem, wie du gleich erfährst) und die synthetischen Zusätze sollen den raschen Zerfall möglich machen. Manche Hersteller interessieren sich aber leider wenig für dieses Problem und geben nicht mal die Zusätze hinzu. Das Ergebnis ist eine günstige Laktase-Tablette, die im Magen erst mal 10-20 Minuten braucht, um Laktase freizusetzen. Während hochwertige Laktasepräparate sich darum kümmern, dass die Laktase schon nach 5 Minuten frei wird. Das macht einen immensen Unterschied.

    Laktase ist ein Enzym – Enzyme brauchen sich nicht auf, wenn sie wirken (anders als z. B. Vitamine). Ein Enzym kann so lange arbeiten, wie die Umgebung es zulässt. Trinkst du nun deinen Morgenkaffee oder einen Milchshake, passieren beide den Magen recht schnell. Es dauert nicht lange und sie sind eine Station weiter – dort aber ist Laktase schon deutlich weniger wirksam, wenn sie sich denn überhaupt vor der Magensäure retten konnte. Zwischen 10-40 Minuten brauchen Flüssigkeiten, um den Magen zu passieren. Günstige Laktase-Tabletten brauchen aber gern 10-20 Minuten, um die Laktase überhaupt freizusetzen. Und dann muss sie noch wirken. Ein knappes Fenster, das schiefgehen kann. Die Lösung für manche Hersteller: mehr FCC reingeben. „Wenn unsere Tablette sich dreimal langsamer löst, geben wir einfach dreimal mehr hinzu. Sieht auch gut auf dem Etikett aus.“

    Das ist oft eine eher schwierige Lösung. Hochwertige Laktaseprodukte entfalten nach 5 Minuten ihre volle Wirkung. Stellen wir uns vor, dein Milchshake braucht 25 Minuten durch den Magen. Die hochwertige Laktase-Tablette wirkt also bis zu 20 Minuten maximal. Deine günstige Laktase-Tablette löst sich dagegen nach 15 Minuten – sie wirkt gerade mal 10 Minuten. Die hochwertige Tablette muss also mindestens doppelt so teuer sein, damit es sich lohnt, die günstige Laktasetablette zu nehmen. Oder sie kann beim gleichen Preis nur halb so stark sein – und trotzdem die gleiche Wirkung haben. Die günstige Laktase-Tablette wirkt stärker durch mehr FCC, aber sie schafft gerade mal so viel wie die deutlich schwächere Tablette – weil sie preiswert hergestellt wurde.

    Wenn du also ein Laktasepräparat suchst, schau, ob der Hersteller sich Gedanken zur Löslichkeit gemacht hat. Sind Sprengmittel wie Polyvinylpyrrolidon (Crosspovidon) enthalten? Wird eine Lösezeit zugesichert? Oder löst sich die Laktase-Tablette wie unsere Millis schon im Mund ganz ohne Zusätze? Oder die Sprengmittel wurden weggelassen und die Laktase einfach gepresst. Hier könnte es sein, dass du am Ende dasselbe oder mehr für eine schlechtere Laktase-Tablette bezahlst.

    Laktase Tabletten brauchen ZusätzeEs gibt auch andere Hersteller neben uns, die den Minitablettentrend in Wegwerfspendern nicht oder nur mit Bedacht mitgemacht haben. Es klingt wie eine fabelhafte Idee: Wir verpressen soviel Laktase wie möglich in eine so kleine Laktase-Tablette wie möglich. Es gibt nur ein Problem: Laktase ist keine Kartoffelstärke, die man einfach und unbedacht verpressen kann. Laktase ist ein Enzym – sie hat eine einzigartige Form und verliert mit dieser Form auch ihre Wirkung. Wir selbst und eine Promotion der Uni Basel haben dieses Problem untersucht. Das Ergebnis ist oft ziemlich ernüchternd. Selbst bei niedrigem Pressdruck – und große Maschinen haben damit so ihre Probleme – verliert die Laktase in der Tablettenpressung 20 % und mehr von ihrer Wirkung.

    Der Grund dafür ist, dass die Minitabletten nur herstellbar sind, solange man möglichst reines Laktasepulver verpresst. Jeder Zusatz würde die Tablette vergrößern und das wirkt unattraktiv auf den Käufer. Doch ohne Zusatz wird die Laktase nicht stabilisiert, nichts gibt ihr Halt, wenn einige Kilo Druck auf sie wirken. So alleingelassen wird sie stark beschädigt, je nach Pressdruck mit Verlusten bis zu 50 %. Um den wirklichen Wert zu erreichen, müsste also 50 % mehr der teuren Laktase zugegeben werden – und die Tablette würde wieder größer werden, was unattraktiv ist.

    Das Problem betrifft meist nur die Tabletten, die zur überwiegenden Mehrzahl aus Laktasepulver produziert werden und gar keine oder zu wenig Füllstoffe enthalten. Auch hier versuchen manche Hersteller den Verzicht auf Füllstoffe als Pluspunkt darzustellen – eine reinere Tablette mit weniger Zusätzen. Doch das heißt im Zweifel: eine schwächere Tablette durch Pressverluste. Wieder wird einfach mehr FCC hinzugezogen, die pro 1000 FCC wieder günstiger wirken. Vielleicht bemühen sich auch die Hersteller günstiger Laktase darum, die Verluste so niedrig wie möglich zu halten, indem sie nur wenig Druck ausüben. Dann aber wäre die Laktase-Tablette sehr bruchempfindlich und schwer handhabbar.

    Wenn du also unter den Minitabletten eine günstige Laktase-Tablette suchst, wähle lieber Hersteller von Minitabletten, die Füllstoffe hinzugeben. Auch wenn es absurd klingt. Viele hochwertige Hersteller kennen den Verlust durch den Pressdruck und haben ihren Weg zwischen Füllstoffen und niedrigem Druck gefunden. Günstige Laktase-Tabletten dagegen ganz ohne oder nur mit wenigen Füllstoffen können dagegen 20-50 % weniger Wirkung haben – selbst wenn sie halb so teuer sind, nimmst du ein schlechteres Präparat und bezahlst am Ende das Gleiche.
    Zusammenfassung:

    Worauf musst du also beim Preisvergleich achten? Rechne unbedingt den Preis pro 1000 FCC aus, überlege dir, wie oft du wirklich 200 ml und mehr Milch zu dir nimmst, achte darauf, ob die Lösezeit (im Mund oder Magen) beschrieben ist oder zumindest Sprengmittel enthalten sind und gib – wenn es Minitabletten sein sollen – lieber Hersteller mit Füllstoffen den Vorrang

    Nächster Artikel: Mit diesen 4 Hinweisen findest du die richtige Laktase für dich

    Die richtigen Laktase Tabletten

    (Zum Artikel)

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