Die Laktasekampagne ist ein Projekt von Betroffenen für Betroffene – wir helfen Ihnen Milch wieder zu genießen. Lernen Sie uns auf dieser Seite kennen und finden Sie heraus, wie wir Ihnen mit Wissen und Laktase helfen können.  Oder klicken Sie hier um nachzubestellen wenn Sie – wenn du 😊- uns schon kennst.

Die Laktasekampagne hilft Laktoseintoleranten mit Hilfe & mit Präparaten

Unsere Arbeit wurde wiederholt durch die Stiftung Wissenschaft ausgezeichnet und wir sind stolz darauf, zusammen mit Hochschulen in Sachsen immer wieder die Brücke zwischen Handwerk und Wissenschaft zu schlagen.


Unsere Wurzeln

Hinter einer Manufaktur, die seit 10 Jahren nur Laktase in der einen oder anderen Form macht und die es so vermutlich kein zweites Mal gibt, steckt eine ungewöhnliche Geschichte. 2009 hatte der Inhaber, Martin Lipsdorf, nach endlosen Ärztebesuchen die Ursache seiner Beschwerden finden können – Laktoseintoleranz: eine genetisch bedingte Unverdaulichkeit von Milchzucker.

In einem Seminar von Otto Herz an der Universität Leipzig, liebevoll von einigen als das „Schlachtross der Reformpädagogik“ bezeichnet, lernte Martin Lipsdorf die Teekampagne eines langjährigen engen Freundes von Otto Herz kennen. Prof. Günter Faltin hatte gezeigt, dass Teeliebhaber den seltenen Darjeelingtee bekommen konnten, wenn man es anpackt und klug durchdenkt. Sein Buch, Kopf schlägt Kapital, begeistert den introvertierten Philosophiestudenten – er beginnt seine Freunde, Freundesfreunde und sich selbst am Zwischenhandel vorbei mit dem reinen Laktasepulver zu versorgen, das wir bis heute an Besteller der ersten Stunde liefern. Das war 2010. Die Geburtsstunde der Laktasekampagne. Seitdem denkt Martin Lipsdorf Laktase – jeden Tag und seit 10 Jahren. Nicht nur zum Essen, zum Ärgernis der Familie auch wird das Essen oft sogar vergessen, denn Laktase treibt ihn um. Er kennt das Enzym, seine Gestalt, seine Sensibilität, seine Fähigkeiten und seine Geschichte – wie andere Handwerker sich ganz in Silber, in Olivenöl oder in den Buchdruck vertiefen, so wurde ein Enzym, Laktase, das was Martin Lipsdorf nie wieder loslassen sollte.

Über unsere kleine Manufaktur fanden Journalisten herzliche Worte:

Laktasekampagne in der Zeitschrift Enorm

Laktasekampagne in der Leipziger Volkszeitung


Lernen Sie unsere Mittel kennen

Unsere Millis

– von Martin Lipsdorf, März 2019, Leipzig

„Laktase – ein Wirkstoff der Ihnen, wenn Sie keinen Milchzucker vertragen, helfen kann ohne Reue das zu genießen, wonach Ihnen der Sinn steht. Sie spaltet den Milchzucker in Ihrer Speise auf, wie es auch Ihre körpereigene Laktase tun würde. Das Ergebnis: Die Symptome bleiben aus und Ihr Körper verträgt Milch in Ihren schönen und leckeren Formen wieder sorgenfrei.

Das Enzym ist dabei kein Novum. Bereits in den 1970ern gelang es die ersten Laktasepräparate in Japan und in den Vereinigten Staaten auf Basis des Edelschimmels Aspergillus oryzae herzustellen, der auch bei der Herstellung von Sojasauce seit Jahrhunderten verwendet wird.

Japanischer Koji – die Zutat für Sojasauce, hier als Mitbringsel der Familie

Gab es in den 1990ern nur wenige Anbieter meist preisintensiver Kapseln in den Apotheken, und eine umständliche Dosierempfehlung, die manchmal alle Kopfrechenkünste gefordert hat, ist das Enzym seit der Jahrtausendwende in die Regale der Drogerien gewandert und findet sich dort in meist einer Form in verschiedenen “Geschmacksrichtungen”: der Minitablette im Plastikspender.

Einige Laktaseenzymhersteller liefern seitdem bereits Vormischungen, sogenannte “Premixes”, mit allen Zusätzen zur Verpressung. Ein Unternehmen, das Laktase anbieten will, braucht nur zum Hörer zu greifen, ein Premix zu bestellen und sie einem der drei oder vier großen Verpresser liefern zu lassen, aus deren Maschinen ein recht großer Teil der Laktasetabletten heute kommt – anders beklebt mit verschiedenen Markennamen und leicht variiert in der Zusammensetzung.

Fast immer aber: Klein genug für die Plastikspender und günstig in Masse produziert.

Immer häufiger auch: Hochdosiert, denn das wirkt für Käufer sicherer.

Einige der langjährigen Hersteller von Laktasetabletten und -kapseln widersetzen sich jedoch dieser Mode. Wir bei der Laktasekampagne haben sogar eigene Minitabletten mit der Universität Leipzig gemeinsam entwickelt – und sie nach nur einem Jahr aus dem Programm genommen. Warum?

Im Labor der Universität Leipzig, die mit uns Tabletten entwickelte

Laktase ist ein wundervoller und sensibler Rohstoff, der mit Achtsamkeit gehandhabt werden will – oder die Wirkung, auf die sich unsere Besteller tagein und tagaus verlassen, wird unberechenbar.

Auf den ersten Blick wirkt es einfach: Jede Tablette kann mit jeder anderen Tablette verglichen werden, denn beide haben FCC-Angaben. Ein Wert, der die Wirkung der Laktase im Reagenzglas beschreibt. Doch Ihr Körper ist ein wenig komplexer als ein Glas mit ortho-Nitrophenol, dem gelben Farbstoff der zur Messung des FCC-Wertes genutzt wird, der als Maß für die Stärke einer Laktase genutzt wird. Es ist diese Komplexität, die unausgesprochen bleibt und auf fast keinem Etikett erwähnt wird, denn die Entwicklung der Laktasetabletten kennt oft nur eine Richtung:

Pro 1000 FCC billiger werden als andere. Laktase darf dazu aus Fernost kommen. Lohnhersteller ersetzen eigene (Hand-) Arbeit. Qualität wird signalisiert, indem den Lohnherstellern auferlegt wird sogenannte “Clean Label” Zusatzstoffe zu verwenden. Zusätze, die explizit entwickelt wurden um das Etikett von Stoffen zu säubern, die der Verbraucher rasch als unliebsam erkennen würde. Das Etikett muss sauber aussehen.

Dazu kommt die zweite Entwicklung hin zu immer höher dosierter Laktase. Waren es vor 10 Jahren noch 1000 FCC pro Tablette, so geht es jetzt – wie bei synthetischen Vitaminpräparaten auch – immer höher und weiter. 10 000 FCC, 15 0000 FCC, 20 000 FCC.

Daran ist nützlich: Hochdosiert sieht auf dem Etikett ganz wundervoll aus und gleicht bei dem einen oder anderen Präparat die schlechte Behandlung aus, die Laktase in der Produktion erfahren musste.

2009 wurden die Europäischen Lebensmittelsachverständigen der EFSA gebeten, wissenschaftlich zu prüfen, wie Laktase wirkt und welche Dosis nötig ist, um die Wirkung zu erreichen. Das Ergebnis: 4500 FCC pro Mahlzeit bringen die maximale Wirkung. Darüber hinaus lässt sich kein Unterschied mehr feststellen. Unter einer Bedingung:

Der Wirkstoff Laktase muss so behandelt worden sein, dass die 4500 FCC Ihre Arbeit tun können. Was heißt das konkret und in Ihrem Bauch?

  1. Die Laktase darf weder hohem Druck noch hohen Temperaturen ausgesetzt worden sein. Das Enzym leidet ohne Hilfsstoffe darunter und verliert, auch wenn direkt nach der Herstellung alles wundervoll zu sein scheint, mit den Monaten rascher an Wirkung. Einige Hersteller geben deshalb ganz richtig Füllstoffe zu, die niedrigere Drücke in der Verpressung erlauben und den Schaden zu begrenzen. Andere interessieren sich gar nicht dafür.  Wir packen das Übel mit den eigenen Händen an der Wurzel – in unserer Handarbeit wird nicht erhitzt und nicht verpresst.
  2. Die Laktase muss so rasch freiwerden, wie es menschenmöglich ist. Die Studien verwendeten stets gelöste und freigesetzte Laktase. Tabletten müssen jedoch erst im Magen zerfallen, Kapseln müssen aufplatzen und sich auflösen. Manche Hersteller helfen dort nach, indem sie Sprengmittel zugeben, die den Zerfall sprichwörtlich beschleunigen. Andere verzichten darauf, weil die Namen nicht gut auf dem Etikett wirken. Unsere Millis lösen sich durch die Wärme und den Speichel im Mund auf und setzen die Laktase sofort frei – ganz ohne Sprengung

Dann reichen 4500 FCC – oder in unserem Fall handwerklich bedingt 5000 FCC – für bis zu 25 g Laktose aus. Wer mehr als ein halbes Kilo Milchprodukt als Laktoseintoleranter naschen möchte, der sollte über mehr FCC nachdenken. Oder darüber, ob es denn unbedingt sein muss.

Für die Mehrzahl von uns Übrigen sind mehr FCC bei richtiger Einnahme mehr Schein als Wirkung, denn die wissenschaftliche Sachlage ist eindeutig. Nicht mehr FCC, nicht mehr synthetische Zusätze, sondern Aufklärung und Hilfe für Betroffene gehören “in jedes Präparat”.

Unsere Millis entstanden 2013 mit diesem Anspruch und einem Wunsch: sie enthalten seitdem nur 5000 FCC, wo andere Präparate sich fast verdoppelt haben und das Gleiche bewirken. Wir klären stattdessen auf und haben es geschafft, dass immer mehr unserer Besteller immer weniger Millis brauchen, um gute Milch vom Bauern zu trinken oder ein mit Liebe gemachtes Eis zu naschen. Ein großer Teil unserer Besteller genießt gutes, hochwertiges Essen. Manchmal kommt es mit Laktose, fast immer aber mit Geschichte: Milch von regionalen Bauern, Torte von der Handwerksbäckerei, Eis aus dem kleinen Geschäft, das es selbst herstellt. Statt viel zu konsumieren, konsumieren sie bewusst und dafür hochwertig. Warum sollte Ihre Laktase – die Laktase, die ich selbst jeden Tag nehme – anders sein?

Unsere Millis - Laktase, handgemacht mit Kakaobutter und Reissirup

Aus dem Wunsch heraus eine Laktase zu schaffen, die wenig gebraucht werden muss aber dafür mit Stolz gefertigt wird, sind die Millis entstanden.

Jedes Milli fertigen wir in Leipzig – oft sind es meine eigenen Hände, die die Kleinen machen. Es beginnt mit Kakaobutter aus Peru. Wir haben ein halbes Jahr nach der passenden Kakaobutter gesucht und aus verschiedenen Orten der Welt, von der Elfenbeinküste über Ecuador bis nach Peru Proben verkostet, daran geschnuppert, sie verarbeitet. Der klassische Forasterokakao aus der Elfenbeinküste war uns zu neutral. Kakaobutter kann mehr sein als nur ein geschmackloses Fett – sie hat Ihre ganz eigene Note. Der Arriba Nacional-Kakao aus Ecuador dagegen: Oft zu stark. Etwas mehr Zurückhaltung muss sein, denn die Millis sollten zu Herzhaftem so sehr passen, wie zu Süßem.

Der Criollokakao aber, der auch zu schmackhaften Pralines verarbeitet wird: Mild, vanillig und sanft. Seit über 40 Jahren produziert die größte Bauernkooperative in Peru, El Naranjillo, diesen wundervollen Kakao und hilft damit Kleinbauern eine Zukunft aufzubauen, die sie vom Drogenanbau unabhängig – die sie stolz auf Ihre Arbeit werden lässt. Wir hatten unseren Kakao gefunden.

Dazu brauchte es Sirup, der die Kleinen formbar macht. Glutenfrei und fruktosefrei musste er sein, denn beide Stoffe machen einigen Bestellern Probleme. Das musste sicher sein.

Ein Familienbetrieb in Baden-Württemberg, die Naturkornmühle Werz, lieferte genau das: Reissirup, nicht zu süß und mit der Zusicherung, dass kein Gluten und keine Fruktose enthalten sind – mit Erfahrung seit 1967 im Umgang mit gesunden Getreiden.

Die letzte Zutat: Unser reines Laktasepulver, wie wir es 2010 noch unter Freunden und Freundesfreunden verteilt hatten um uns selbst zu versorgen. Das Laktaseenzym wird mit Maltodextrin umhüllt und so geschützt. Eine Prise Kochsalz pro Kilogramm des Pulvers macht das Enzym stabiler. Das Ergebnis ist ein reines und wirksames Enzympulver, das einige Besteller bis heute noch kaufen und als “Gewürz” für ihre laktosehaltigen Speisen nutzen.

Diese drei bringen wir von Hand zusammen nach einem Rezept, das ich selbst entwickelt und über die Jahre verfeinert habe. Von der ersten Begegnung der Zutaten vergehen drei Tage bis das erste Milli entsteht – wir fügen hinzu: Achtsamkeit im Umgang mit dem Enzym, damit es auch in kleiner Dosis wirkt, Herzblut bei der Herstellung – nach Sonnenuntergang merken wir die Anstrengung – und eine große Portion Stolz.

Unsere Millis

Die Kleinen werden, abgewogen und abgefüllt, von Betroffenen in Deutschland, Europa (und Japan, eine eigene Geschichte) seit 2013 jeden Tag genascht, um Laktoseintoleranz in im Alltag keine Rolle mehr spielen zu lassen und zu handgemachten Leckereien eine handgemachte Laktase zu nehmen – eins pro Mahlzeit mit den ersten Bissen gut zerkaut. Es gibt sie in drei Packungsgrößen – 100 Stück zu 17 Euro für Gelegenheitsnascher, 250 Stück zu 31 Euro für den täglichen Gebrauch und 500 Stück zu 45 Euro zum Aufteilen unter Freunden oder für besondere Genussmenschen ganz allein.

Lebensmittelinformationen:
Millis in den Packungsgrößen: 100 Stück zu 15g, 250 Stück zu 36g und 500 geliefert als 2 x 250 Stück zu 2x 36g
Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Laktaseenzym
Zutaten: Kakaobutter, Reissirup, Maltodextrin, Laktaseenzym (17g/100g), Kochsalz
Verzehrsempfehlung: Je laktosehaltiger Mahlzeit 1-2 Millis (je 5000 FCC) direkt mit den ersten Bissen kauen und einnehmen.
Die angegebene Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungen ersetzen keine gesunde und ausgewogene Ernährung. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder aufbewahren.
Lagerung: Kühl und trocken
Hersteller: Laktasekampagne Inh. Martin Lipsdorf – Zollschuppenstr. 2 – 04229 Leipzig


Unser Laktasepulver

– von Martin Lipsdorf, Dezember 2018, Leipzig

Wenn Sie zu den erfahrenen Laktoseintoleranten gehören, deren Diagnose 10 Jahre oder mehr zurückliegt, dann erinnern Sie sich vielleicht: Kalkige Tabletten mit 1000 FCC und große Kapseln aus der Apotheke. Das war, zusammengefasst, das Angebot für jeden, der sich nicht auf die Suche – oder sollte man Jagd sagen? – machen wollte, welches Reformhaus nun vielleicht doch laktosefreie Produkte in einer Ecke stehen hatte. Dort gab es eine breite Auswahl an laktosefreier Milch, laktosefreier Milch und…laktosefreier Milch. Joghurt, Eis oder Backwaren wurden nur zugänglich durch den Griff zu Laktase, die von maßgeblich drei Pionierfirmen offeriert wurde.

Die Einnahme war dabei oft kniffelig: Da die Herstellung des Laktaseenzyms noch nicht weit entwickelt war, wurde es oft mühsam und schwach an Wirkung in große Tabletten mit Calciumphosphat verpresst. Kalkig ist die charmante Umschreibung für das Mundgefühl. Also waren sie im Ganzen zu schlucken. Das galt auch für die Kapseln, die mit reichlich Wasser vor dem Essen genommen werden mussten. Beide, Tabletten und Kapseln mussten dann im Magen aufgehen und die Laktase hoffentlich nicht zu früh, aber hoffentlich nicht zu spät freisetzen. Dieses Milchzucker-Roulette kam also oft nicht nur mit einem stolzen Preis in Euro, sondern auch – wenn die Tablette schlechtes Timing hatte – manchmal mit einem stolzen Preis an Lebenszeit einher.

2009 bekam ich selbst meine Diagnose: laktoseintolerant. Für den Joghurtliebhaber in mir ein herber Einschnitt. Noch herber für den Studenten in mir: Die Kosten für Laktase aus der Apotheke pro Monat. Für einen unternehmerischen Geist wäre, nach heutiger Start-up Logik, die Sache klar gewesen. Toll! Ich verdiene an meiner eigenen Betroffenheit ein Vermögen.

Der Student in mir war allerdings in Philosophie und Psychologie eingeschrieben – Geist ja. Unternehmerisch aber ganz unverdächtig.

Helge Löbler, Professor für Entrepreneurship an der Universität Leipzig hatte für genau solche Fälle SMILE ins Leben gerufen. Menschen, denen etwas am Herzen lag, nur eben nicht die Gewinnabsicht, sollten lernen, dass sie Anderen mit den Mitteln der Ökonomie helfen können. In einem SMILE-Seminar mit dem Pädagogen Otto Herz wurde die Teekampagne vorgestellt: Tee in großen Jahrespackungen, vorbei am Teehandel und direkt vom Hersteller wurde 4 mal günstiger – wie der Gründer der Teekampagne Prof. Faltin zeigen konnte. Also Laktase in großen Packungen direkt beim Hersteller einkaufen und so günstig es ging unter Freunden und Freundesfreunden verteilen?

Die erste Packung Laktasepulver – natürlich mit Kuh

Otto ermutigte mich, Prof. Faltin ermutigte mich, der Hersteller war bereit kleine Mengen zu liefern. Der laktoseintolerante Freundeskreis war bereit seine Laktase in der Vorratskammer selbst zu lagern, eine große Menge zu kaufen und sie mit Messlöffelchen zu dosieren. Das ist unterwegs umständlicher und ein guter Grund für die Millis, doch preislich schwer zu schlagen für den großen Bedarf. Die Laktasekampagne, der Arbeitstitel kreativ der Teekampagne entnommen, war 2010 geboren und ihr erstes Produkt: Reines Laktasepulver.

Unser Laktasepulver - für Vielverwender und daheim.

Bis heute bieten wir das Laktasepulver an. 2015 wurde es von 50 000 FCC/g auf 100 000 FCC/g verstärkt. Ein Messlöffelchen, sie liegen bei, dosiert so 5000 FCC und damit genug für eine Milchmahlzeit. Das Laktaseenzym wird mit einem Mantel aus Maltodextrin geliefert, einem Stoff der auch bei der Verdauung von Brot oder Kartoffeln im Mund entsteht. Wir füllen es in Großpackungen für unsere langjährigen Besteller und für neue Besteller mit großen Bedarf. Von Ihnen wird es daheim in ein kleines Glas umgefüllt. Bei Raumtemperatur und trocken gelagert in der Küche landet es dann auf dem Tisch um über das esswarme Essen oder mit Wasser zur Mahlzeit genommen zu werden. Hier, in der heimischen Küche, ist das Laktasepulver zuhause. 50 Gramm kosten 50 Euro und es hält mindestens ein Jahr, sodass Sie es bei dreimal täglicher Einnahme von Laktase zum Selbstgekochten aufbrauchen werden – und wenn es mal ein paar Monate älter wird, bleibt Ihnen die Wirkung ganz ohne Sorge erhalten. erre

Lebensmittelinformationen:
Laktasepulver in der Packungsgröße 50g und 100g
Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Laktaseenzym
Zutaten: Maltodextrin, Laktaseenzym (50g/100g), Kochsalz
Verzehrsempfehlung: Je laktosehaltiger Mahlzeit 1-2 Messlöffel direkt mit den ersten Bissen einnehmen.
Die angegebene Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungen ersetzen keine gesunde und ausgewogene Ernährung. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder aufbewahren.
Lagerung: Kühl und trocken
Hersteller: Laktasekampagne Inh. Martin Lipsdorf – Zollschuppenstr. 2 – 04229 Leipzig


Unser Bacillus coagulans

– Martin Lipsdorf, April 2019, Leipzig

Probiotika, lebende Organismen in unserer Ernährung denen eine besondere gesundheitliche, oft eine geradezu magische Wirkung zugesprochen wird. Die alten Griechen kannten den Rat, bei Darmproblemen fermentierte Milch zu trinken, die reich an lebenden Laktobazillen und Milchsäure war. Nebenbei war sie für die laktoseintoleranten Griechen laktosearm durch natürliche Reifung. Was aber war die entscheidende Zutat in den Fermenten? Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts und durch Forschungen des pariser Pasteur Instituts fanden Forscher: Es scheint, als seien die vitalen Organismen in der Milch entscheidend und ursächlich. Der Nobelpreisträger Ilja Iljitsch Metschnikow schrieb in seinem Buch Prolongation of Life – Optimistic Studies von der heilenden Wirkung der pro (lateinisch “für”) – biotischen (lateinisch “Leben”) Organismen – seine Arbeiten sind bis heute symbolisch für die Probiotikaforschung.

Dieser Wissenschaftler prägte den Begriff des Probiotikums

Noch 100 Jahre nach Metschnikows Veröffentlichung ist es das optimistische Ausprobieren, das uns zu Probiotika greifen lässt – die Forschungslage ist bis heute schwach und unsicher und in der EU sind Wirkungsgarantien, so oft Sie davon in Werbeprospekten lesen, schlichtweg verboten. Die Sachlage ist: Es gibt bis heute nur Hinweise, aber keine sicheren Studien, die eine Wirkung von Probiotika belegen.

Ein Grund dafür wurde schon wenige Jahre nach Metschnikows Arbeit gefunden. 1920 zeigte Leo Rettger, dass der “Bulgarische Bacillus”, den Metschnikow als so heilsam empfahl, im Säurebad des Magens zerstört wurde und den Darm nicht erreichen konnte, in dem er doch wirken sollte.

Lactobacillus bulgaricus, der in Joghurt und Kefir enthalten ist, starb im Magen ab.

Dieses Spiel wiederholt sich seit 100 Jahren immer wieder – ein neuer Wunderbacillus wird gefunden und vollmundig beworben. Oft und gerne wird eine bunte Mischung aus Bacilli in Kapseln oder Tabletten gebracht und in genau dieser Mischung, nur eben diese, hilft dann mal für die Immunabwehr, mal für eine reine Haut und mal gegen Stress. Der Trick dabei ist einfach: Es ist verboten, Bacilli gesundheitlich alleine zu bewerben. Doch eine Prise Zink in der Kapsel, das als förderlich für das Immunsystem beworben werden darf, macht das Präparat zu einem Immunpräparat. Gibt man etwas Biotin hinzu, für das eine förderliche Hautwirkung beworben werden darf, ist das ganze Präparat “gut für die Haut”. Angaben dazu, ob die Bacilli jemals im Darm lebend ankommen – oder wie Metschnikows Bacillus im Magen sterben – sucht man auf der Packung in der Regel vergeblich.

Seit Rettgers Arbeit wissen wir aber: Um irgendetwas zu tun, muss der Bacillus im Darm ankommen – lebend.

Um das zu erreichen, setzen einige langjährige Hersteller aufwendige Schutzhüllen ein. Die Organismen werden mehrfach mit einem magensäureresistenten Schutzmantel umschlossen und sollen so den Weg in den Darm finden, wo der synthetische Schutzmantel sich auflöst und den Organismus lebendig freigibt. Wirksam, aber künstlich und teuer,

2002 ging eine Forschergruppe in London einem anderen Weg nach. Einige Bacilli werden von Menschen und Tieren immer wieder mit der Nahrung aufgenommen und wieder ausgeschieden. Diese Bacilli haben, was Forscher in Laboren mühevoll erzeugen müssen: einen natürlichen Schutz gegen die Säure im Magen. Kleine Reste Erde an frischem Gemüse, Brot aus frischem Korn – eine große Zahl natürlicher Lebensmittel enthält diese Bacilli und führt sie uns zu. Sie überleben das Magensäurebad und – so fanden die Wissenschaftler um Simon Cutting in London heraus – scheinen im Darm von Säugetieren (auch Menschen) einen kurzen Teil Ihres Lebens zu verbringen, bis sie wieder von uns ausgeschieden werden und in die Erde zurückkehren. Der Kreis schließt sich.

2010 kam ein Organismus dieser Art in den Handel – nicht durch uns, sondern durch ein sehr großes Unternehmen, das auch eine bekannte, langjährige Laktasetablettenmarke produziert und in Drogerieketten vertreibt. Der Organismus Bacillus Coagulans gehörte zu eben den Bacilli, die nicht im Labor synthetisch mit einem Schutzmantel versehen werden mussten. Er konnte eine Sporenform ausbilden. Und er konnte Laktose zu linksdrehender Milchsäure umwandeln – wie sie in Naturjoghurt vorkommt –  statt daraus Gase wie Wasserstoff oder Methan zu bilden. Angeboten wurde das Präparat zur einmal täglichen Einnahme – zu den Mahlzeiten musste es nach einer Anfangsphase nicht mehr genommen werden. Es enthielt zwar auch Laktase, doch der Grund dafür war einfach: Wie andere Hersteller von Präparaten auch, durfte das Unternehmen nicht damit werben, dass der Bacillus für Laktoseintoleranz hilfreich wäre. Um es doch tun zu können, musste eben Laktase ins Präparat hinein. Für Laktase ist diese Werbeaussage erlaubt.

Die Idee war so einfach wie charmant – einige unserer Besteller schrieben Gutes, aber ich war skeptisch. Denn auch wenn der Bacillus im Darm ankam und trotz der Tatsache, dass es in der EU als sicher in Lebensmitteln zugelassen ist, den sogenannten QPS-Status besitzt, blieb die wichtigste Frage offen: Taugt es?

Immer wieder kam es zu Lieferengpässen, in denen das Präparat noch mühevoll in Versandapotheken gekauft werden konnte, die noch Restbestände hatten.

Könnt ihr da etwas tun?”

Unser Bacillus Coagulans Pulver

Besonders eine Bestellerin, die seit fast zu Beginn bei uns war, drängelte während der immer wieder holprigen Verfügbarkeit:  “Könnt ihr da etwas tun?” Wir wussten, dass einige Besteller das Präparat zusätzlich nehmen und immer wieder auf dem Trockenen saßen – oder online Reste aus manchmal merkwürdigen Quellen bestellen mussten.

Der Hersteller belieferte uns, sodass wir den Bacillus coagulans ins Programm nehmen konnten um unsere Besteller zu versorgen.  Knapp ein Jahr später gab das große Unternehmen auf. Nicht unseretwegen, denn unsere Einkaufsmenge wäre dort nicht aufgefallen. Durch die ständigen Lieferschwierigkeiten könne das Präparat nicht mehr geliefert werden. Man danke den Kunden – alles Gute. Wir waren für lange Zeit die einzige Quelle für Bacillus Coagulans.

Ich will offen zu Ihnen sein – das Bacillus und ich haben seitdem ein zwiespältiges Verhältnis. Es im Programm zu halten, hat mir die ersten grauen Haare eingebracht. Ein Streit mit einer Behörde musste überwunden werden, die mit harschen Drohungen der Ansicht war: “Der Bacillus coagulans ist nicht zugelassen. Beweisen Sie das Gegenteil.” Wir konnten es letzendlich beweisen und durften doch 20 Euro für einen Tippfehler auf dem Etikett bezahlen.

Dann ein freundlicher Hinweis eines sehr großen Unternehmens, dass das Präparat nicht beworben werden darf. Sie erinnern sich: Nur die Zugabe von Laktase machte möglich, dass die Wirkung “bei Laktoseintoleranz” auf dem Etikett landen durfte. Wir aber hatten offen darüber geschrieben, was das Bacillus womöglich leisten kann und dass die Wirkung nicht garantiert werden kann. Ein Fehler. Wir hätten einfach Laktase zugeben sollen und gut wäre es gewesen. Doch das ist nicht, wie wir mit unseren Bestellern umgehen wollen.

Würden wir strikt ökonomisch arbeiten, dann wäre das Bacillus coagulans nicht mehr im Programm – es wird auf Jahre nicht ansatzweise die Kosten wieder einbringen, die es verursacht hat. Die graue Haare nicht einberechnet. Zum Glück fallen sie bei mir kaum noch ins Gewicht. Nur die Barthaare. Doch einige sehr liebe uns wichtige Besteller nehmen es, tagaus’tagein, jahraus’jahrein und verlassen sich darauf, dass sie es bei uns bekommen, wenn ihr Jahresvorrat aufgebraucht ist.

“Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.” schrieb Ludwig Wittgenstein und meinte es gerade nicht so, wie uns die Sachlage zwingt es zu verstehen: Wir können Ihnen keine Wirkung des Bacillus coagulans garantieren.

Unser Bacillus Coagulans

Es kommt, wie schon bei Metschnikow, auf das optimistische und offene Ausprobieren an.

Dafür haben wir eine Packung mit 16 Gramm für 16 Euro, die Sie rund zwei Monate begleiten kann. Wenn Sie für sich entscheiden, dass es lohnt, den Bacillus weiter Teil Ihres Lebens sein zu lassen, haben wir eine 80 g Packung für 50 Euro, die bis zu einem Jahr ausreicht, um jeden Morgen, in der Dosis von zwei Messlöffeln in kaltem Wasser, genommen zu werden. Das Präparat ist standardisiert mit Akazienfaser, dem sogenannten Gummi Arabicum, die nicht gebleicht wurde und aus nachhaltiger Bewirtschaftung stammt.

Lebensmittelinformationen:
Bacillus Coagulans in den Packungsgrößen 16g und 80g
Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Bacillus Coagulans
Zutaten: Gummi Arabicum, Bacillus Coagulans LK-1 (25 x 10^9 cfu/g), Füllmittel: Maltodextrin
Verzehrsempfehlung: Täglich zwei gestrichene Messlöffel (50 x 10^8 cfu) in kaltem Wasser eingestreut unmittelbar. Nicht auf Mahlzeiten streuen oder direkt ohne Wasser in den Mund einnehmen.
Die angegebene Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungen ersetzen keine gesunde und ausgewogene Ernährung. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder aufbewahren.
Lagerung: Kühl und trocken
Hersteller: Laktasekampagne Inh. Martin Lipsdorf – Zollschuppenstr. 2 – 04229 Leipzig


Bestellkarte

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Wichtiger Hinweis (20.7.2019): Es wird leider wieder heiß und Laktase hält hohe Temperaturen im Postversand, Briefkästen oder Postautos in der Sonne, leider nicht sehr gut aus. Wir bemühen uns um raschen Versand nach der Hitzewelle in der nächsten Woche. Dadurch kommt es zwar zu längeren Lieferzeiten, doch so kommt alles heil und wirksam an :).

100 Millis für 17 Euro

(inkl 7% Mwst, Grundpreis 17 Euro pro 100 Stück)



250 Millis für 31 Euro

(inkl 7% Mwst, Grundpreis 12,40 Euro pro 100 Stück)



500 Millis für 45 Euro

(inkl 7% Mwst, Grundpreis 9 Euro pro 100 Stück)



50g Laktasepulver für 50 Euro

(inkl 7% Mwst, Grundpreis 100 Euro pro 100 Gramm)



16 Gramm für 16 Euro

(inkl 7% Mwst, Grundpreis 100 Euro pro 100 Gramm)



80 Gramm für 50 Euro

(inkl 7% Mwst, Grundpreis 62,50 Euro pro 100 Gramm)



Sie bestellen also:

100 Millis für 17 Euro

250 Millis für 31 Euro

500 Millis für 45 Euro

50g Laktasepulver für 50 Euro

16g Bacillus Coagulans für 16 Euro

80g Bacillus Coagulans für 50 Euro


Gesamtsumme:
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(inkl. 0.0 Euro MwSt; kostenfreier Versand)

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